Neues, normkonformes Differenzstromüberwachungsgerät

Das neue RCM 201-ROGO eignet sich besonders für Stromschienensysteme und ausdehnende Leitungen.

23.03.2020

Neues, normkonformes Differenzstromüberwachungsgerät

Isolationsfehler beginnen oft schleichend, etwa durch Materialalterung. Die Fehlerströme sind in diesem Stadium zu gering sind, um eine Schutzeinrichtung auszulösen. Durch ein kontinuierliches Differenzstrom-Monitoring können solche Prozesse frühzeitig erkannt und Anlagenschäden, bis hin zu Produktionsausfällen, vermieden werden. Janitza hat hierfür eine große Auswahl an Messgeräten entwickelt. Das neueste Mitglied im Portfolio ist das RCM 201-ROGO zur Überwachung von Differenzströmen des Typ A (sinusförmige und pulsierende Wechselströme) in Anlagen, die unterbrechungsfrei betrieben werden müssen. Damit lässt sich eine Anlage sogar nachträglich mit sehr geringem Aufwand ausrüsten.

Das Gerät entspricht der DIN EN 62020 und eignet sich besonders für große Kabelquerschnitte und Stromschienen bis 4000 A. Differenzströme werden in den Messbereichen 5 / 10 / 25 / 125 A mit einer Messgenauigkeit ab1% erfasst. Zum Lieferumfang gehört eine Rogowskispule, die sich mittels Mini-DIN-Stecker sehr einfach anschließen lässt. Zur Auswahl stehen Spulen mit Durchmessern von 50 mm bis 365 mm und Längen von 160 mm bis 1150 mm – für jede Anwendung die passende Baugröße. Da sich dieser Spulentyp ohne Unterbrechung des Leiters montieren lässt, ist er eine ideale Retrofit-Lösung, wenn Splitcore-Wandler aus Platz- oder Preisgründen nicht in Frage kommen. Die Montage ist auch an schwer zugänglichen Stellen problemlos möglich.

Auch das Gerät selbst, der Differenzverstärker, ist sehr kompakt gehalten und benötigt wenig Platz im Schaltschrank. Zum Einbinden in die vorhandene Steuerung stehen mehrere Schnittstellen zur Verfügung: Ein Differenzstromausgang (0–40 mA) erlaubt den Anschluss an alle standardisierten Janitza RCM-Eingänge. Am Gerät einstellbare Grenzwerte und Alarme lassen sich über einen Digitalausgang weiterleiten. Durch eine RS485-Schnittstelle ist zudem eine Einbindung in die übergeordnete Leittechnik per ModbusTCP möglich. Mess-, Warn- und Alarmwerte können mit der Software GridVis® ausgelesen und verarbeitet werden.